Hornloszucht voranbringen

Ein Leitprojekt der Offensive Nachhaltigkeit

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Bauern entwickeln tierschutzgerechte Alternative zum Enthornen

Die Haltung von horntragenden Rindern in modernen und tiergerechten Boxenlaufställen birgt Verletzungsrisiken für Mensch und Tier. Deshalb wird bei Kälbern in den ersten Lebenswochen die Hornanlage vorsorglich entfernt. Dieser Eingriff ist allerdings mit Schmerzen verbunden. Aus Tierschutzgründen ist es daher vorteilhaft, die Herde auf genetisch hornlose Rinder umzustellen und somit keine Enthornungen mehr durchführen zu müssen.

Die Rinderhalter des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes haben sich im Rahmen der WLV-Offensive Nachhaltigkeit als strategisches Ziel gesetzt, mittelfristig nur noch genetisch hornlose Rinder zu halten und auf das Enthornen zu verzichten. In der Übergangszeit verpflichten sich alle Rinderhalter aus Gründen des Tierschutzes, Kälber stressfrei unter Sedation mit gleichzeitiger oder nachfolgender Verabreichung eines Schmerzmittels zu enthornen.

Enthornen ohne Schmerzen – so geht’s!

Rinder ohne Hörner brauchen weniger Platz und sind eine geringere Gefahr für den Landwirt. Trotzdem ist das Enthornen ein schmerzhafter Eingriff. Das österreichische Fachmagazin „Landwirt“ zweigt im Video, wie man die Hornanlagen des Kalbes schonend verödet.

Projekt-Steckbrief

Tierschonend Enthornen – Hornloszucht voranbringen
Handlungsfeld: Rinder

  • Ziel: Haltung von genetisch hornlosen Rindern 
  • Durchführung: Anpassung des Zuchtziels auf genetisch hornlose Rinder
  • Ergebnis: Hornloszucht als tierschutzgerechte Alternative zum Enthornen

„Wir Landwirte unterstützen die Energiewende. Wir fordern jedoch, bei der Planung von Stromtrassen deutlich mehr Rücksicht auf agrarstrukturelle Belange zu nehmen. Wenn durch den Leitungsbau Kompensationsbedarf besteht, dürfen keinesfalls weitere landwirtschaftliche Nutzflächen beansprucht werden.“

Johannes Röring

Bauernpräsident in Westfalen-Lippe

Dieses Projekt ist Teil der Offensive Nachhaltigkeit des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes.

WLV - Westfälisch-Lippischer
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