So wenig Wirkstoff wie möglich

Ein Leitprojekt der Offensive Nachhaltigkeit

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Im Pflanzenschutz so wenig Wirkstoff wie möglich

Warum setzen Landwirte auf ihren Feldern Pflanzenschutzmittel ein? Sie tun dies, um ihre Ackerfrüchte vor Schädlingen zu schützen, wenn sie Menge oder Qualität der Ernte beeinträchtigen. 

Landwirte verwenden Pflanzenschutzmittel nach strengen Regeln. Dabei orientieren sie sich an den Prinzipien des Integrierten Pflanzenschutz. Das heißt so wenig Pflanzenschutzmittel wie möglich und nur so viel wie nötig.

  

Bauern setzen Pflanzenschutz verantwortlich ein

Chemische Pflanzenschutzmittel dürfen nur angewandt werden, wenn sie eine behördliche Prüfung bestanden haben und zugelassen sind.  Oft werden spezielle Vorgaben zur Anwendung gemacht, zum Beispiel werden Abstände zu Gewässern, die Verwendung spezieller Düsen oder auch Auflagen zum Bienenschutz (z.um Beispiel Anwendung nur in den Morgen- oder Abendstunden), gemacht.

Wer mit chemischen Pflanzenschutzmitteln umgeht, muss einen Sachkundenachweis besitzen. Dieser muss durch eine regelmäßige dreijährige Fortbildung aktuell zu halten ist. Zur Vorbeugung von Resistenzen bei Krankheiten, Schädlingen und Unkräutern ist ein regelmäßiger Wechsel der eingesetzten  Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe notwendig. Dieser Wechsel wird auch in Zukunft nur dann möglich sein, wenn es eine ausreichende Anzahl unterschiedlicher und zugelassener Wirkstoffe gibt.

Die Vorbeugung von Resistenzen ist Aufgabe der Landwirte, die Bereitstellung des notwendigen Werkzeugs dafür ist Aufgabe der Zulassungsbehörden und der Politik. Wissenschaftliche Erkenntnisse und der Schutz der Gesundheit, der Umwelt, des Wassers und der Artenvielfalt sind bei der Zulassung zu beachten.

 

Nach diesen Grundsätzen handeln unsere Bauern

  • So wenig Pflanzenschutz wie möglich einsetzen, aber so viel wie nötig
  • Vorbeugende ackerbauliche Maßnahmen ergreifen
  • Bestände überwachen und Schädlinge erst ab einer bestimmten Schadschwelle bekämpfen
  • Dabei bevorzugt nicht-chemische Methoden anwenden
  • Wenn doch chemische Mittel notwendig sind, die mit den geringsten Nebenwirkungen wählen
  • Durch die Wahl geeigneter Mittel Resistenzen vermeiden

So funktioniert der Pflanzenschutz

Warum setzen Bauern chemische Pflanzenschutzmittel ein. Am schönsten erklärt es im Video die österreichischen Jungbauernschaft.

Merkblatt zum Integrierten Planzenschutz

So wenig Wirkstoff wie möglich, so viel wie nötig.

Projekt-Steckbrief

Umsetzung des integrierten Pflanzenschutzes in der Praxis verbessern
Handlungsfeld: Pflanzenbau und Umwelt

  • Ziel: Die Prinzipien des Integrierten Pflanzenschutzes bewußter machen
  • Durchführung: Information und Beratung

    So wenig wie möglich, so viel wie nötig: Nach dieser Devise sichern wir den Ertrag unserer Früchte und achten auf Natur und Umwelt.

    Dieter Hagedorn

    Ackerbauer

    Dieses Projekt ist Teil der Offensive Nachhaltigkeit des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes.

    WLV - Westfälisch-Lippischer
    Landwirtschaftsverband e. V.

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